Ich habe gestern feststellen müssen, dass jemand auf zumindest einem Blog meine Email-Adresse angibt, wenn er freche und anmassende Kommentare hinterlässt, die Veganern und Rohköstlern Fleisch empfehlen. Nach seinem Schreibstil ist es der gleiche Feigling, der manchmal bei mir Kommentare hinterlässt und sich hinter Mädchennamen versteckt. Soll der Loser weiter seine Lebenszeit verschwenden, nur seid gewarnt: Kommentare, die Tierprodukte empfehlen, sind keinesfalls von mir!
Dabei trägt er ungewollt für meinen Blog sogar noch etwas bei. Manchmal sehe ich durch einen Kommentar von ihm etwas, das ich noch nicht für jeden wasserdicht ausgedrückt habe. Das optimiere ich sofort, so dass die Argumentationsketten lückenlos sind. Nur von seiner Unflat erscheint kein einziges Wort :-)
Nachtrag: Heute reagierte er und fragte unter anderem, ob da etwa Hass aus meinen Worten spreche, als ich ihn als Feigling titulierte, weil er sich in meinem Blog hinter Mädchennamen versteckt. Ich kann nur antworten: Nein, absolut nicht.
Ich habe keine Meinung zu meinem spirituellen Fortschritt (den gibt es für mich nicht wirklich), doch Hass kommt bei mir nicht auf. Was weiss ich denn von ihm? Und wenn er normale Verhaltensregeln verletzt, was weiss ich, was er damit für sich erkunden will? Wenn er begriffen hat, dass ihm das weder mehr Vitalität noch mehr Glück bringt, ja, dass es ihn nicht einmal seinen Zielen näherbrachte, wird er es lassen. Wir leben in parallelen Welten, die sich nie berührten.
Zum Ganzen passt ein Zitat von Romano Guardini, dass mir heute begegnet ist:
“Wer einen Menschen bessern will, muss ihn zuerst respektieren.”
Romano Guardini
Ich würde dem hinzusetzen: Und Respekt schliesst das nicht nur oberflächliche Fühlen und Begreifen der Geschichte einer Person ein.
Schon so schnell erledigt sich die Idee vom Bessern anderer Personen. Und damit nicht genug, können wir im Prozess dieses Fühlens und Begreifens erkennen, dass wir nicht frei sind von den Dingen und Impulsen, die uns am Anderen besserungswürdig erscheinen. Und dass wir den gleichen Impulsen, wären wir ihnen tatsächlich ausgesetzt, kaum jemals etwas entgegenzusetzen hätten.
Die Welt und alles in ihr strebt durch das endlose Produzieren von Widersprüchen zu deren Ausgleich – von Leben zu Tod zu neuem Leben.
Natürlich lässt uns das nicht aufhören, für ein Verbessern von Zuständen und eine freundlichere Gestaltung von Welt und menschlichem Verhalten tätig zu sein. Es verändert nur die Perspektive, in der wir uns sowie die Welt sehen und die Art, in der wir für Veränderung eintreten.








