Negative Praxis und dazugehörige Überzeugungen in der Geschichte

Ich fand einen heute in einer Diskussion auf Facebook gebrachten Vergleich sehr treffend:
Wäre der Anteil an Vergewaltigern in der Gesellschaft so hoch, wie der von Fleischessern ist, würde man mit ihrer Ablehnung wohl wenig Zustimmung ernten.

Wenige ausser einem Grossteil der Betroffenen haben früher gemeint, Sklaverei, die Herabwürdigung von Schwarzen und Frauen, die Züchtigung von Kindern mit Stockhieben, die Vorenthaltung des Frauenwahlrechts, des Rechts der Frauen auf die Wahl eines Berufes, des Rechtes auf Abtreibung (sogar nach einer Vergewaltigung) etc. wären nicht völlig normal. Selbst viele der Opfer dieser Praktiken sahen darin einen zwar bedauernswerten, doch aber natürlichen Zustand der Gesellschaft und träumten eher davon, selber in eine mächtigere Situation zu kommen und andere zu unterdrücken, statt weiter selbst unterdrückt zu bleiben.

Ich denke, dass Veganismus oder zumindest ein sehr hoher Anteil daran, schlussendlich die Norm in der Gesellschaft werden wird. Nicht, weil sich das Gute immer durchsetzen würde, sondern weil es eine Lebensweise ist, alle möglichen Verhaltensweisen fördert, die eine Gesellschaft praktischer machen und ihr helfen, bei weiterer Zunahme der Weltbevölkerung mit nicht wachsenden Ressourcen einfacher zurechtzukommen.

Ich glaube damit nicht, dass Tierprodukte generell nicht mehr gegessen werden würden oder man ihren Konsum schief ansehen würde. Das würde der Natur des Menschseins widersprechen, dass er auch die Möglichkeit, massiv schlecht gegen sich und andere handeln zu können braucht, um sich selbst zu erfahren.

Doch glaube ich an die Umkehrung des jetzigen Normverhaltens und setze mich gern dafür ein, es durch freundliches Vorleben zur Norm zu machen. Please go vegan, everybody :-)

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