Wieviel und welches Fett ist genug?

Wir sollten keinesfalls zu wenig Fett zu uns nehmen. Wer beispielsweise meint, dass sein Gedächtnis oder seine Konzentrationsfähigkeit nachgelassen hat, tut gut daran, mal eine Weile ein kaltgepresstes, nicht mit Wasserdampf behandeltes Kokosöl in seine Ernährung einzubringen. Wer bessere sportliche Leistungen erreichen will, sollte eine Weile verstärkt zu Leinöl greifen und schauen, ob sich seine Leistungsfähigkeit dadurch bessert, insbesondere danach, ob er subjektiv das Gefühl hat, besser durchatmen und mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Doch zuviel kann hier auch zuviel werden, denn mehr Leinöl als 1 bis maximal 2 Esslöffel pro Tag kann den Hormonhaushalt durcheinander bringen. Ich empfehle nicht mehr als 1 Esslöffel für den Dauergebrauch.  Wer ausgesprochen wenig Nüsse, Samen und Getreide isst, ist mit Hanföl gut bedient, welches viele Omega-6-Fettsäuren enthält, die die anderen von uns eher im Übermass bekommen und die sich dann eher negativ auf Herz und Kreislauf auswirken. Omega 6 sind in einem Sinn auch Gegenspieler der Omega-3-Fettsäuren, daher damit aufgepasst. Aus diesem Grund empfehle ich Nussöle, Traubenkern- und Sonnenblumenöl auch nicht für den Dauergebrauch.
Völlig klar, dass ich schon aus ethischen Gründen keine tierischen Fette empfehle. Die so oft empfohlenen Fischöle, haben sich z.B. in Studien als nutzlos für das Gehirn erwiesen. Leinöl funktioniert mindestens ebenso gut. Fischölkapseln schnitten in einer neuen italienischen Studie allgemein nicht einmal besser als Kapseln mit normalem, kaltgepressten Olivenöl ab. Kaltgepresstes Olivenöl ist ein sehr gutes Fett, siehe dazu auch den gestrigen Artikel.
Ganz generell macht Fett nicht fett. Jedenfalls nicht, wenn man nicht zuviel davon isst. Fehlen jedoch Sport oder körperliche Arbeit und Nahrungseiweiss, dann wird Fett zum Problem. Etwas Leinöl z.B. wird auch von Bodybuildern empfohlen, die gnadenlos dabei sind, ihre Körper auf unter 10% Körperfettanteil zu bringen. Das wird für Gehirn und Nerven in vielen Fällen jedoch schon bedenklich. Etwas Leinöl am Tag verbunden mit Sport ist enorm gut zum Abnehmen und Körperfettabbau. Auch andere Fette wie z.B. Kokosöl, in Maßen zu sich genommen, leisten hier gute Dinge.
Den Fettabbau behindernd sind z.B. Schwermetalle und Säuren im Körper. Für diese nämlich erweist sich Körperfett als wichtiger Puffer. Eine basische Ernährung und Lebensweise, sowie Ausleitungen z.B. mit Chlorella-Algen sind dafür ein probates Mittel. Auch Kamut-, Dinkel-, Weizen-, Gersten- und Grassäfte tun dabei gute Dienste.

Wieviel denn nun?

Der frühe Morgen ist ein guter Zeitpunkt, um etwas Öl zu sich zu nehmen. Meine Empfehlung: am besten solo, um andere Verdauungsvorgänge nicht zu behindern und später die Verarbeitung von Zuckern aus Obst etc. zu optimieren. Ich empfehle 1 Tee- bis Esslöffel Öl auch für Zwischendurch als Einzelmahlzeit, um fit und wach zu werden. Kokosöl oder rotes Palmöl von Aman Prana sind hier gut geeignet, auch die Kokosöle von Dr. Goerg (hervorragend wie auch das Kokosmehl – für mich das beste auf dem Markt. Kokosmehl enthält jedoch kein bis wenig Kokosfett.) und Bio Planète empfehle ich sehr. Auch Olivenöl oder die Öl-Mischungen von Aman Prana sind sehr gut.
Zu wenig Fett kann übrigens auch zu einer Unterversorgung mit Cholesterin führen, das der Körper zu vielfältigen Aufgaben braucht. Auch verminderte Hormonbildung ist ein Problem, dass durch zu geringe Fettzufuhr auftreten kann. Ich empfehle eine ungefähre Fettzufuhr von ein bis drei Esslöffeln pro Tag, je nach Körpergrösse und dem Grad körperlicher Betätigung.

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