Grüne Smoothies in den eigenen Alltag zu integrieren ist unendlich einfach möglich. Man braucht zum Start nicht mehr als einen einfachen Standmixer, Wasser, Bananen und rohen Spinat oder Salat. Diese Zutaten kann jeder Mixer zu einem cremigen Smoothie verarbeiten. Anders sieht es dann mit fasrigeren oder festeren Zutaten aus. Ausgehend von den Ausgangszutaten kann jedoch jeder mit seinen eigenen Experimenten beginnen.
Egal wie gross der Smoothie wird, die Hälfte des Volumens sollte aus Wasser bestehen. Eine Banane und ein halber Salatkopf sind ein guter Anfang für das erste Experiment. Diese beiden am besten zuerst in den Mixer geben, etwas Wasser dazu nach Gefühl – fertig ist das erste Experiment. Wenn man danach noch nachvollziehen kann, ob man ein halbes, ein ganzes oder eineinhalb Gläser Wasser dafür benutzt hat, ist das Experiment gelungen.
Von dieser Mischung ausgehend kann man nun beliebig weiter experimentieren. Wie schmeckt es, wenn man etwas Petersilie mitmixt oder eine entsteinte Dattel? Oder einen halben reifen Pfirsich? In Hochleistungsmixern kann man auch Äpfel oder Birnen mit Kernen und Kerngehäusen mitmixen und erhält dennoch cremige, köstliche Smoothies. wie viel Apfel oder Birne kann ich selber dazugeben. Muss ich die Kerngehäuse entfernen, das Obst kleinschneiden? So passt man den Smoothie den eigenen Möglichkeiten an und nicht die eigenen Investitionen den vielleicht zu hochfliegenden Plänen. Man lernt so ständig, die eigenen Möglichkeiten zu erweitern.
Wie schmeckt mein bewährter Smoothie, wenn ich den Spinat oder Salat durch ein Bund Petersilie, durch Mangold oder Wildkräuter ersetze? Wildkräuter sind generell die beste Wahl, kein billiger, notgeborener Kompromiss. Es kann sein, dass sie das Portemonnaie erheblich schonen, viel wichtiger ist jedoch, dass in ihnen das ist, was wir in unserer Umgebung und zur jeweiligen Jahreszeit am meisten brauchen, um für den Alltag dort gerüstet zu sein und dass sie ihre Nährstoffe und Wirkungen aus der Tiefe des Bodens und aus den Kräften der Natur wie Sonne, Nachtkälte, Tagestemperatur, Niederschlägen und aus der Vernetzung untereinander gewinnen. Nicht viel anders als grossartige Weinjahrgänge übrigens, um die man grosses Brimborium macht. Das Ergebnis der Wildpflanzen ist dabei immer konstant. Nach fast jedem Wetter stehen die Pflanzen kraftvoll und erntefähig vor uns, nicht wie die schwächlichen, weil wenn auch ebenfalls wohlschmeckenden, doch überzüchteten und unvernetzten Einzelprodukte unserer Salat- und Gemüsegärten.
Zu vermeiden sind eigentlich nur zu grosse Anfangsmengen sehr stark und eigenwillig schmeckender Blattgemüse wie Stangensellerie oder an Wildkräutern z.B. Oregano. Sie sollten nur zusätzlich zu anderem Blattgrün benutzt werden. Sicher werden auch Wirsing und Grünkohl anfangs oder überhaupt nur in geringen Mengen den Weg in den täglichen Smoothie finden, auch wenn sie viele gute Eigenschaften haben und Kohl in der kalten Jahreszeit zur Thermoregulation sehr wichtig ist.
Dem Experiment sind kaum Grenzen gesetzt. Man kann mit jedem Obst und jedem Blattgemüse experimentieren. Integriert man Neues vorsichtig, kann eigentlich nichts misslingen. Immer kann man mehr Süsse mit Datteln, Banane oder Birnen herstellen und damit auch heftige Mischungen abmildern und wohlschmeckend machen. Melone oder Pfirsich geben zum Beispiel eine schöne Fruchtigkeit. Während Gemüsesorten nicht in der Mischung mit Obst verwendet werden sollten, kann man Tomaten, Gurken, Avocados oder Paprika so frei verwenden wie Obst.
Von da aus ist der Weg nicht mehr weit zu einer Gemüsesuppe. Avocado oder einige Esslöffel Olivenöl sorgen für Konsistenz und Bindung, Salz, Kräuter oder die üblichen Verdächtigen unter den Gewürzen für Würze. Für Fruchtsmoothie-Suppen verwendet man mildes Grün wie Babyspinat oder Kopfsalat und gegebenenfalls etwas Kokosöl (nicht zu kühl – dann wird es fest).
Auch allgemein kann man Smoothies auch Gewürze zugeben. Ingwer ist dabei sehr beliebt. Aber auch Kakao und Chili finden ihren Weg in so manchen Smoohie. In fernöstlich anmutende Varianten passt gut ein wenig rohe Shoyu oder Tamari. Die gewünschte Tagesmenge Lein- oder Hanföl- Amanprana-Kombiöl sollte man erst im Glas unterrühren. Mitmixen kann man dagegen geschälte Hanfsamen oder etwas Sesam. Die Öle oder Samen verwendet man wegen der Omega-3-Fettsäuren, von denen leicht zu wenig im Körper vorhanden sind, Sesam enthält extrem grosse Mengen Kalzium.
Grössere Mengen Öl empfehle ich für Smoothies nicht. Mal für eine Suppe mögen sie ok sein. Doch allgemein verlangsamen sie die Verdauung des Smoothies nur und stehen nach Trinken des Smoothies späteren Mahlzeiten im Weg.









hallo-christian
ist es unbedingt nötig grüne smoothies beiderveg.ernährung (rohkost) zusich zunehmen?bei unseren vorfahren gab esuch keinen blender o.ä.und sie waren gesund.
ich freue mich auf deine antwort.
danke beate
Grüne Smoothies sind nicht unbedingt für eine gesunde Ernährung wichtig. Doch leben wir sehr anders als unsere Urzeitvorfahren und selbst noch sehr anders als unsere Vorfahren von vor 100 Jahren. Wir bewegen uns viel zu wenig, bringen viel weniger Zeit mit dem Essen zu, essen weniger als sie und kauen viel zu wenig. Wenn man sich ansieht, wie viel Zeit z.B. Affen mit dem Essen verbringen und wie gründlich sie kauen was sie fressen, ist klar, dass die verbesserte Verfügbarmachung von Inhaltsstoffen durch das Mixen mit Hochleistungsmixern (Leucopin aus Tomaten mal 8) uns wenigstens wieder in die Lage versetzt, uns besser zu ernähren, um wenigstens einen Teil unseres Nährstoffrückstands wieder aufzuholen. Auch sind Smoothies ein idealer Weg, viel mehr Wildkräuter in die Ernährung zu bringen als auf irgendeine andere Art. Wildkräuter haben teilweise das 400-fache bestimmter Nährstoffe im Vergleich zu Kulturpflanzen. Gleichzeitig bin ich dagegen, das Trinken von Smoothies zu übertreiben. Die Mengen, die ein Mr. Magic oder ein Personal Blender produziert, sind meiner Meinung nach ausreichend. 1 1/2 oder 2 Liter pro Tag halte ich für total übertrieben. Am Anfang reicht die Magensäure der meisten dafür nicht aus und auch später bleibt es schwierig. Ich werde heute oder spätestens morgen mal dafür nochmal meine Mixerseite aktualisieren.