Das Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Wie sieht das ideale Verhältnis zwischen den Fettsäuren denn aus? Generell erreichten unsere frühen Vorfahren wohl ein Verhältnis von 1:1 bis 4:1 zwischen Omega 6 und Omega 3. Interessanterweise findet sich auch in unseren Gehirnen ein Verhältnis von 1:1. Heute liegt jedoch nur noch die japanische Bevölkerung bei 4:1, die deutsche, schweizerische, österreichische und amerikanische bei Verhältnis 15:1 bis 20:1.
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind beide wichtig, sie sind im Körper jedoch auch als Gegenspieler anzusehen. Während Omega-3-Fettsäuren z.B. entzündungswidrig wirken, erhöhen zu viele Omega-6-Fettsäuren die Blutdicke und den Entzündungsstatus. Ein zu hoher Omega-6-Anteil erhöht die Wahrscheinlichkeit an einer Reihe von Krankheiten zu erkranken, darunter an Brustkrebs nach der Menopause, an Prostatakrebs, Herzrhythmusstörungen, Herzanfällen, Osteoporose, Entzündungen, Fettleibigkeit, Krebs, Stimmungsschwankungen und Depressionen.
Das ist jedoch kein Grund, Lebensmittel mit hohen Omega-6-Gehalt nicht mehr zu essen – sie leisten viele wichtige Beiträge zu unserer Gesundheit. Und durch die Regelmechanismen des Körpers entspricht das Verhältnis von Omega 3 und Omega 6 in unseren Körpern nicht dem der Lebensmittel, die wir essen.
Es kann jedoch aber schaden, moderater mit Nüssen, Ölen und Samen umzugehen. Insbesondere gilt dieser Tipp für diejenigen Rohköstler, die Getreide durch Nüsse und Samen ersetzen. Nüsse und Samen sind Saisonfrüchte, von denen wir jedoch mittlerweile das ganze Jahr über zuviel essen. Auch konzentrierte Öle können auch extrem ein ungünstiges Verhältnis der Fettsäuren zueinander haben können. Lein- und Chiasamen und ihre Öle enthalten jedoch ein förderliches, umgekehrtes Verhältnis von Omega 6 und Omega 3.
Hier noch eine kleine Aufstellung über das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren für einige ausgewählte Lebensmittel. Wer die Werte anderer Lebensmittel überprüfen möchte, sei z.B. auf die folgende Seite verwiesen.
Wenn hier erst einmal rohe, pflanzliche Lebensmittel aufgeführt sind, so zeigen die Zahlen der Durchschnittsbevölkerung aber auch, dass das Verhältnis der Fettsäuren kein spezifisches Problem von Veganern oder Rohköstlern ist.

Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren für einige ausgewählte Lebensmittel

Leinsamen 1:4
Chiasamen 1:3
Avocados 10:1 bis 15:1
Tomaten 10:1
Distelöl 148:1
Traubenkernöl 138:1
Sonnenblumenöl 122:1
Olivenöl 11:1
Hanföl 3:1
Leinöl 1:4
Sonnenblumenkerne 310:1
Pinienkerne 300:1
Kürbiskerne 117:1
Haselnüsse 77:1
Mohn 73:1
Cashews 49:1
Mandeln 48:1
Pistazien 37:1
Pekannüsse 20:1
Macadamias 6:1
Walnüsse 4:1
Amaranth 50:1
Hafer 23:1
Weizen 15:1
Quinoa 13:1
Soja 11:1
Buchweizen 7:1
Avocados 12:1
Tomaten 10:1

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