Vitamin D

90 Prozent aller Deutschen haben einen Vitamin-D-Mangel. Es ist das wichtigste Vitamin, zugleich zusammen mit B12 das wichtigste Mangel-Vitamin. Ich empfehle Veganern wie Mischköstlern, es ganzjährig als Nahrungsergänzung zu nehmen. Mindestens in der von der Vegan Society angebotenen Minimalvariante Veg1, die z.B. auch B12 enthält (beide hier natürlich aus veganen Quellen). Für eine optimale Versorgung empfehle ich jedoch eine stärkere Versorgung durch ein D2-Einzelpräparar, denn wir leben nicht mehr in der Natur, essen nicht wie gesunde Tiere den ganzen Tag lang, essen zu wenig wild wachsende Pflanzen und setzen uns dauernd den heftigsten chemischen und energetischen Stressfaktoren aus).

Wirkungen von Vitamin D:

Wirkungen von Vitamin-D-Mangel:

  • Grippe und andere Infektionskrankheiten
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche …
  • Autoimmunerkrankungen und Allergien
  • Asthma und Tuberkulose
  • Rachitis
  • Osteoporose
  • Knochenerweichung
  • Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Insulinresistenz, Diabetes
  • Unfruchtbarkeit
  • PMS, chronische Müdigkeit, Depression und Winterdepression
  • Krebs (über 30 Arten, 77 Prozent aller Krebse, z.B. Brustkrebs (s. 1, 2, 3), Prostata, Haut, Darm, Leukämie)
  • Koordinationsstörungen
  • Multiple Sklerose, Rheuma
  • Demenz, Morbus Alzheimer, Parkinson, Hirnleistungsstörungen, Autismus
  • Glutenunverträglichkeit, Akne, Nebennierenprobleme, Nierenkrankheiten, Morbus Basedow, Lupus, Fettleibigkeit, Harninkontinenz, Morbus Crohn, Mukoviszidose (s. 4)
Eine aktuelle Studie legt einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Werten und Muskelfett nahe. Eine frühere Studie ergab schon einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D und Eingeweidefett. Beide Studien deuten darauf hin, dass der Körper oft erst abnehmen kann, wenn für genug Vitamin D gesorgt ist. Das ist ein weiterer Grund, den eigenen Vitamin-D-Status zu überprüfen.
Aber Achtung: Schlankheit, Muskelkraft und gebräunte Haut lassen keinen Rückschluss darauf zu, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung vorliegt.
Um festzustellen, ob genug Vitamin D im Körper vorhanden ist, ist die Bestimmung des 25-Hydroxy-Vitamin D3-Spiegels (Calcediol) im Blutserum eine gute Wahl (ca. 33 Euro). Experten empfehlen einen Wert zwischen 50 und 70 ng/ml.

Vitamin-D-Quellen:

  • mindestens 20 min täglich Gesicht und Hände natürliches, kräftiges Sonnenlicht
  • 5 bis 10 Minuten Ganzkörper Solarienlicht (produzieren 10.000 bis 30.000 IE Vitamin D in der Haut)
  • Pfifferlinge und Champignons (200 Gramm Champignons entsprechen in etwa zwei Sonnentagen)
  • Vitamin-D2-Nahrungsergänzungen (vegan)
  • tierische Quellen
Eine neue Studie hat gerade gezeigt, dass die gerade in den USA erhöhten Empfehlungen für eine wirksame Krankheitsprävention um verzehn- bis verzwölffacht werden müssten (statt 400 bis 600, 4.000 bis 8.000 internationale Einheiten).
Leser dieses Blogs wissen, dass ich einer harmonischen Lebensweise und natürlichen Lebensmitteln den Vorzug vor medizinischen Methoden gebe. Die Ergänzung in der Natur vorkommender wichtiger Stoffe jedoch, von denen wir durch unsere moderne Lebensweise zu wenige bekommen, finde ich bis zu einem gewissen Mass wichtig und richtig.
Ist ein akzeptabler Vitamin-D-Spiegel erreicht, braucht es meistens nicht mehr, als sich im Sommer so oft wie möglich an die Sonne zu begeben und in der Ernährung auch daran zu denken, dass Pilze wie Pfifferlinge und Champignons die Gewächse mit den höchsten Vitamin-D-Werten sind, um eine gute natürliche Vitamin-D-Versorgung zu begünstigen. Einen Sonnenlichtexpositions-Vitamin-D-Rechner gibt es hier. Pfifferlinge und Champignons sind eine sehr gute pflanzliche Quelle von Vitamin D. 100 Gramm Pfifferlinge enthalten 2,1 μg , 100 Gramm Champignons 1,9 μg Vitamin D. Zusätzlich würde ich eine Vitamin-D2-Supplementation empfehlen, z.B. durch die 400 täglichen IE im Veg1 oder einem ausschliesslichen, sehr viel höher dosierten D2-Präparat, das man z.B. in der Hanauerland-Apotheke in Kehl bestellen kann (im Dezember 2010 2,50€ pro Tropf-Fläschchen zuzüglich Porto. Die Lieferung erfolgte sehr schnell.). Ich danke Ava Odoemena vom Veganen Auge ganz ausdrücklich für all ihre Arbeit und Informationen zum Thema. Schade, dass ich sie erst entdeckte, als mein Artikel schon fast fertig war. Ihre Informationen gehen bis zu Dosierungsempfehlungen.
Oft wird gesagt, dass tierische Vitamin-D-Quellen einfacher verfügbar seien als pflanzliche. Das muss kommentiert werden. Daher zum Vergleich: Pfifferlinge und Champignons liegen auf dem Niveau von Rinderleber (1,7 μg, nach Fischen die tierische Quelle mit dem höchsten Vitamin-D-Gehalt). Bei verschiedenen Fischsorten sind es 5 bis 31 μg. Den Verfechtern tierischer Quellen sei jedoch in Erinnerung gerufen, dass Leber ein Filter- und Entgiftungsorgan ist (zur Ausscheidung von Stoffwechselprodukten, Medikamenten und Giftstoffen) und Fische in bedeutendem Mass auch Quecksilber und PCB – polychlorierte Biphenyle – aufweisen (PCB, führen laut Studien zu Zeugungsunfähigkeit). Gar nicht davon zu reden, was die für uns einfachere Versorgung für die Tiere bedeutet, die dafür gehalten und getötet werden.
Vitamin D2 (Ergocalciferol) stammt übrigens immer aus veganen Quellen (Hefe), Vitamin D3 (Cholecalciferol) dagegen von Tieren.
Und wie steht es um den Mythos von der vollständigen Vitamin-D-Versorgung durch viel Aufenthalt an natürlichem Sonnenlicht? Eine Studie fand bei 59 Prozent junger, gesunder Frauen aus Kalifornien zu niedrige Vitamin-D-Werte, obwohl davon ausgegangen werden konnte, dass sie alle von guter Ernährung, vielen Freiluft-Aktivitäten und viel Sonne profitierten. Erklären liessen sich die niedrigen Werte nicht. Auch aus Florida sind viele Fälle von Sonnenenthusiasten mit zu niedrigen Werten bekannt.
Ich empfehle die Supplementation von Vitamin D2 über das ganze Jahr hinweg – auch wenn man noch nicht weiss, ob Vitamin-D-Gaben in jedem Fall zu Funktionsverbesserungen führen. Eine Studie fand heraus, dass die Gabe von Vitamin D allein nicht zur Erhöhung der Calzium-Werte in den Knochen gesunder Kinder führte, gab jedoch Hinweise darauf, dass dies bei Kindern mit zu niedrigen Werten der Fall sein kann.
Die tägliche Supplementation mit 400 IE Vitamin D2 (wie in Veg1 enthalten) gilt mittlerweile als überholt. In der Regel werden heute zwischen 1.000 und 4.000 IE täglich empfohlen. Doch ist weitere Klärung notwendig. Dass eine Zufuhr von 1.000 IE täglich bedenklich sein könnte, wie noch vor einigen Jahren angenommen, ist sehr unwahrscheinlich. Der Vitamin-D-Experte
Dr. Horlick gibt an, dass man monatelang täglich 40.000 IE konsumieren müsste, um sich mit Vitamin D vergiften. Ich empfehle den Bedarf zu testen, ihn zu decken und später mit Veg1, Sonne und Pfifferlingen und Champignons nachzulegen. Wenn keine gesundlichen Probleme vorliegen, sollte ein Test im nächsten Winter zeigen, ob eine permanent höhere Zufuhr notwendig ist.
Gibt es Fälle, in denen Vitamin D nicht supplementiert werden sollte? Es sind ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie), eventuell auch Nierensteinen in der Vorgeschichte oder bei Morbus Boeck. In solchen Fällen sollte unbedingt ein Arzt befragt werden.
Bleibt noch zu konstatieren, dass ich es als befremdlich empfinde, dass Ärzteschaft und Medien die Öffentlichkeit nicht ausreichend auf die Wirkungen von Vitamin D hinzuweisen, insbesondere was die Vorteile von Vitamin D gegenüber risikoreichen und im Verhältnis zu Vitamin D anscheinend geradezu wirkungslos zu nennenden Grippeimpfungen, sowie auf die unzureichende Versorgung durch natürliches Sonnenlicht angeht. 90 Prozent der deutschen Bevölkerung haben zu geringe Vitamin-D-Werte, 100 Prozent aller (Altersheimbewohner)
Für mich stellt sich die Frage, ob es beabsichtigt ist, Krankenkassenbeiträge weiter exorbitant wachsen zu lassen und kranke Menschen zu Taschenfüllern von Therapeuten und Pharmaindustrie zu machen, statt ihnen adäquate Mittel zu ihrer Gesunderhaltung an die Hand zu geben. Wenn es sich hier auch “nur” um eine Zurückhaltung von Informationen handelt, so betrifft dies doch direkt die Freiheits-, Eigentums- und Gestaltungsrechte jedes Einzelnen. Tausende Oberschenkelhalsbrüche, Fälle von Krebs, Osteoporose, Herz-Kreislauf- und Autoimmunerkrankungen etc. könnten verhindert werden.
Die neuere Medizingeschichte wird umgeschrieben werden müssen, denn so leicht oder schwer eine Krankheit auch sein mochte. Sie war bisher immer nur als ein Krankheitsverlauf für Menschen bekannt, die unter einem erheblichen Vitamin-D-Mangel litten und leiden. Mit aufgefüllten Vitamin-D-Spiegeln sähe das ganz anders aus.
Wie auf der gesamten Website, so sind auch die Informationen in diesem Artikel nicht als medizinische Ratschläge gedacht, sondern als Anregungen zu einer ganzheitlich befriedigenden, Lebensglück und Wohlbefinden fördernden Lebensweise, die auf die Verursachung tierischen und menschlichen Leids verzichtet.


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2 Antworten auf Vitamin D

  1. Marley sagt:

    Sehr interessant! Danke :)
    Lg

  2. S.Mauro sagt:

    Unter http://www.vitamin-d-Rechner.de kann man seinen Vitamin-d-Wert eingeben und sich berechnen lassen,wieviel fehlt und man bekommt einen Dosierungsplan.

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