Gerade bin ich wieder durch einen Facebook-Artikel auf das Thema gestossen.
Aus meinen Verbindungen zum Biohandel und veganen Lebensmittelhändlern und von veganen Veranstaltungen weiss ich sehr gut, welche Mengen der “Genussmittel” Fleisch-, Wurst- und Käse-Ersatz von Veganern gefuttert werden. Hauptsache Fleisch- und Käseersatz und Hauptsache viel Eiweiss. Es mag ja auch eine Zeit ganz witzig sein und noch dazu spannend, was so alles zu machen möglich ist. Und meistens haben die Produkte gerade das, was an Ihren Originalen lecker war und genau das nicht, was einem an ihnen nicht schmeckte bzw. nicht bekam. So fühlt man sich weiter fitter und beweglicher und kann uneingeschränkte Atmung spüren, statt verklebter Nebenhöhlen und oberer Atemwege.
Dennoch sind die Ersatzgerichte als nicht mehr als gelegentliche Anekdoten geeignet – mal was nettes, das man Nicht- oder Neuveganern, gerade auch in der Familie mal präsentieren kann. Schön, dass es sie generell gibt! Man hat den Geschmack und das ohne einem Tier Leid zufügen zu müssen. Doch sind es hochgradig denaturierte Lebensmittel. Man kann damit leben und sogar gesund bleiben. Letzteres ist auch auf Dauer möglich, sicher nicht garantiert. Dabei sind sie garantiert weniger schädlich, als die ersetzten Lebensmittel, die zwar teilweise natürlicher anmuten mögen, es jedoch dank Antibiotikagaben, Pasteurisierung, Homogenisierung und andere Haltbarkeitsmassnahmen und Zusatzstoffe oder Verarbeitungsschritte längst nicht mehr sind. Zusätzlich zu dem Fakt, dass diese “Lebensmittel” nicht für die menschliche Ernährung geeignet und für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Allergien, Parkinson, Alzheimer etc. verantwortlich sind (nebst einiger anderer Stoffe) und dem Fakt, der Tierfreunde am meisten erschüttert – den endlosen Grausamkeiten, die Tieren für “Spass”, “Genuss”, Gewohnheit und Tradition tagtäglich angetan werden.
Die besten, vollständigsten, natürlichsten und wenn überhaupt nötig, dann am schnellsten zu Gerichten zu verarbeitenden, hochwertigsten Nahrungsmittel sind frisches, biologisch erzeugtes Obst und Blattgemüse.
Auch sind sie, wen man den Körper und nicht den Kopf seine Nahrung wählen lässt, dass Genussvollste und Befriedigendste, das man sich vorstellen kann. Zudem sorgen sie auch auf andere Weise für eine bessere Welt. Denn sie machen extrem zufrieden und das, wonach sie schmecken, sind Leichtigkeit, Natürlichkeit und Sonne.
Daraus baut man damit seinen Geist und Körper. Leichtigkeit, Natürlichkeit und Sonne sind dadurch im Überfluss in ihnen vorhanden, so dass sie schon überquellen in die Welt. Dieses Überquellen sorgt dann für zusätzliche Toleranz gegenüber Andersdenkenden und für die vereinfachte Möglichkeit, andere mit friedlichen, gesunden Leben anzustecken.
Bei der sonnen- und naturfernen, denaturierten, unvollständigen Käse- und Fleisch-Ersatzkost muss den eigenen Orientierungen und der eigenen Ausgeglichenheit und Zufriedenheit dagegen immer wieder künstlich ausserhalb des Essens Nahrung gegeben werden, auch wenn es jenen, die daran gewöhnt sind, gut und befriedigend schmeckt.
Zusätzliche Anmerkung nach Facebook-Kommentaren:
Angst ist nicht dabei notwendig :-) Mehr als auf zusätzliche Inhaltsstoffe kommt es wahrscheinlich auf eine Erkenntnis aus der Vollwertkost und eine aus der Rohkost an: Jede vollständige Pflanze oder Pflanzeneinheit bringt alle für ihre Verdauung notwendigen Stoffe mit, teilweise auch solche, die vor bestimmten, in ihr sonst zu viel vorkommenden Stoffen schützen. Gut ist, möglichst viel Obst, Blattgemüse und Gemüse frisch und unter 42 Grad belassen zu sich zu nehmen, um alle Enzyme und hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe (z.B. B12-produzierende Bakterien) unverändert verwerten zu können. Ich denke, alles zu seiner Zeit. Ein hoher Rohkostanteil ist sicher wünschenswert, reine Rohkost oder nur 20% Gekochtes ist wahrscheinlich optimal. Mir tun meine wohl 98% am besten.