Gerade antwortete ich auf einen Thread von Rohköstlern, in dem es um die tierischen Nahrungsmittel geht, zu denen sie zumindest zeitwilig gefunden haben. Hier mein Kommentar:
Mir ist der ethische (ganz und gar nicht nur theoretische) Aspekt sehr viel wichtiger als eine Optimierung oder eventuell notwendige Gesundung meines Körpers. Es mag ja bei dem einen oder anderen von Euch diesbezüglich anders aussehen, weil er z.B. krank ist. Ich verurteile Eure Wege nicht und empfinde keinerlei Distanz zwischen uns, auch nicht, wenn Eure Gründe nichts mit Krankheiten zu tun haben sollten. Ich gebe nur zu bedenken, dass wohl auch keines der so gelobten langlebigen Völker ein Rohkostvolk war. Wozu also das eine Prinzip – Rohkost – erhöhen und eher Auswege im tierischen Bereich suchen?
Ich denke, dass wir auch ohne tierische Lebensmittel genug Optimierungsmöglichkeiten haben – Sport, den ich selber längere Zeit schon viel zu wenig treibe, ist eine davon, mit dem Rauchen aufzuhören für viele erstmal eine der vielen anderen. Für den ein oder anderen vielleicht auch, manchmal etwas Gekochtes in den Speiseplan aufzunehmen.
Die angesprochene Verwirrung jedenfalls beginnt selten durch einen B12-Mangel. Und auch da gibt es genügend Möglichkeiten. Von B12-Spritzen und -Pflastern gegen den B12-Mangel über eine ausreichende Versorgung mit den anderen B-Vitaminen (natürlich nicht zur Beseitigung eines B12-Mangels, sondern für den Bedarf des Nervensystems im allgemeinen, jede Menge guter Meditationen, Coachings, Ordnung der Lebensumstände, berufliche Veränderungen, Veränderungen des Schlafrhythmus und eben auch Sport für das generelle Zur-Ruhe-Kommen. Nicht nur Denken oder Reden sondern Handeln hilft enorm, wie auch das Zu-Ende-Denken eines Gedanken, bevor man den nächsten anfängt, was merkwürdigerweise kaum noch jemand macht – selbst wenn beides nur bei wenigen Dingen im Leben vernachlässigt ist, sind die Auswirkungen gross. Veränderungen auf all diesen Gebieten haben bei vielen meiner Klienten zu ganz erstaunlichen Resultaten geführt. Keinesfalls soll Euch das irgendetwas unterstellen, sondern sind es nur Dinge, die jeder auch im Detail auf ihr Fehlen und Funktionieren bei sich überprüfen kann. Manchmal ist es nur eine einzelne kleine Stellschraube, an der man nicht genug gedreht hat, die zu genug Chaos und Verlorenheit führt.
Wie wäre es mal mit einer Rote-Bete-Kur statt einer Eigelbphase mit Faktor X? Als ich nach etwa 25 Jahren Lacto-Vegetarismus wieder mit Fleisch anfing, bevor ich vegan wurde, hat sich bei mir gar nichts verbessert. Auch keine der nach der chinesischen Medizin wahrscheinlichen Änderungen trat ein. Erst der Lichtnahrungsprozess hat meinen Körper so verbessert, dass ich zufrieden bin (wenn auch nicht äusserlich – da ist alles gleich veränderlich geblieben, seit ich wieder esse, wie ich gerade Lust habe). Diesen empfehle ich aber kaum jemanden, weil er einen auch z.B. emotional und gesundheitlich total aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Das Wichtigste finde ich jedoch, ist, dass man sich und anderen das Leben leicht machen sollte – auch beim Essen und auch für die Tiere. Einfach nicht an Prinzipien kleben aber für alle einschliesslich sich selbst das ohne Umstände Bestmögliche tun, wird nach und nach schon zu Zufriedenheit, Gesundheit und allgemeinem Erfolg führen.
Etwas, das ebenfalls selten beachtet wird, und mit meinem Alter kann ich das ja sagen (auch wenn ich wegen einigen der Ergebnisse langer vegetarischer und nun längerer rohveganer Ernährung und spiritueller Experimente meist fast zehn Jahre jünger geschätzt werde), es fehlt auch Älteren oft an der nötigen Lebenserfahrung (die nicht zuletzt mit Zeugenschaft – der Distanz zum eigenen Leben zu tun hat), die erfahren lässt, dass nicht alles im Leben kontrollierbar ist, zumindest nicht in jeder Lebensphase, und das das auch gar nicht sinnvoll wäre. Manchmal mag das Angst machen, weil Folgen der nicht vorhandenen Manipulationsmöglichkeit bedrohlich erscheinen, trotzdem ist die Aufgabe jeder Form von Kontrolle und Manipulation die bessere Wahl, um ein glückliches Leben zu erreichen, das einem selbst und anderen gegenüber ein freundliches ist. Bedrohlich erscheinen könnten zum Beispiel Krankheit, Depression oder beruflicher Misserfolg, aus denen man für einige Zeit mit eigenen Mitteln nicht herauskommt. Doch ist die Welt voller guter und kompetenter Leute, deren Rat oder Coaching nicht die Welt kostet und den eigenen Möglichkeiten angemessen zu erhalten ist. Und etwas, das man nach und nach lernen kann auch wenn sich langsam oder ganz geschwind Erfolg und Gesundheit einstellen, ist, dass es nicht Kontrolle und Optimierung sind, die das Leben schön und perfekt machen, sondern Unvollkommenheit und Unfertigkeit, die nicht Macht, sondern den Zauber in der Welt spüren und geniessen lassen. Versuche der Manipulation, Lebens-Begradigung oder Normalisierung wie Geheimwaffen in Form von tierischen Lebensmitteln gegen Krankheit und Kontrollverlust führen selten zum gewünschten Erfolg.
Ein Update zu meiner eigenen Ernährung in diesem Zusammenhang: Ich könnte mir auch vorstellen, mal Fleisch zu essen, wenn ich zum Beispiel in einem arabischen Land irgendwo privat zu Gast wäre und für die Ehrung der Gastfreundschaft keine andere Wahl hätte. Nun, das ist derzeit nicht der Fall und die Aussicht für mich auch nicht erstrebenswert wäre. Der Fall, dass ich bei meinen Coachings Leute da abholen müsste, wo sie sind und mit ihnen Fleisch essen müsste, bis nach und nach eine andere Wahl die ihre wird, ist Gott sei Dank seit meinen letzten vegetarischen Zeiten nicht mehr vorgekommen – obwohl ich sagen muss, dass ich lieber jemanden auf diese Weise von allem zukünftigen Fleischverzehr abbringen würde, als ihn schulterzuckend und ohne eigene Änderung nur meine eigene vegane Ernährung registrieren zu lassen. Das war eine Praxis, die sehr erfolgreich funktioniert hat, meine sehr in die Tiefe gehenden Coachings sehr erfolgreich weiterzuführen als auch Fleischesser zu Vegetariern zu machen, die es sonst nie geworden wären. Das Ganze war aber durch die Art von Coaching und Kontakt begründet. In beiden Fällen würde ich davon berichten und mich trotzdem weiter Veganer nennen, weil es bei solchen und maximal sehr wenigen Ausnahmen bleiben würde. Menschen verstehen Ausnahmen generell nicht, egal, was für Gründe es dafür gibt oder welche Ziele man damit verfolgt. Bei ihrem Ganz oder Gar nicht entscheiden sie sich meist lieber hundertprozentig für die schlechtere Wahl als zu 99% oder mehr für eine gute.
Kleine vegetarische Ausnahmen passieren mir hin und wieder. Ich bin fast nie ausserhalb veganer Kreise unterwegs. Wenn doch, denke ich manchmal nicht daran, dass etwas nicht vegan sein könnte. Mal ist es ein seltener Keks, mal ein ebenso seltener Cappuccino, der nicht mit Sojamilch, sondern mit Kuhmilch gemacht wurde, mal etwas Honig bei irgendeinem Rohkostfreund, wo ich ihn nicht erwarten würde. Doch so selten wie diese Ausnahmen sind, sind Fehler dabei noch viel seltener. Schön ist, dass meine Eltern solange ich Vegetarier war, nichts gegen Ausnahmen gehabt hätten, seit ich jedoch Veganer bin, achten sie total darauf, mir nie etwas anderes zu geben. Auch gibt es bei Familienfesten seither auch von ihnen selbst aus für alle Gäste nur noch Veganes.
Im Augenblick esse ich generell am Tag zu wenig oder zu viel, mache zu wenig Sport, arbeite zu viel am Computer obwohl ich sehr E-Smog-empfindlich bin und nehme zu viele Schwingungen von Leuten auf, die diese nur allzu gern loswerden, um eine gute Figur zu erhalten Später wieder. Da mache ich mir keine Sorgen, nur sehe ich mich selber gerade nicht gerne unkaschiert.
Ich freue mich auf mein Auto. Dann werden Draussenschlafen zum Loswerden von E-Smog und Schwingungen und regelmässig bzw. gar nicht essen für mich wieder einfacher und ich bin Planänderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr nicht mehr so unterworfen. Ah, Alkohol ist für viele eine Frage. Den trinke ich nur wenn ich Lust drauf habe und das ist ähnlich wie bei Kaffee extrem selten. Dann trinke ich so viel wie ich Lust habe. Meist sehr wenig oder gar nicht, auch bei Gelegenheit. Neulich waren es aber mal elf Halbe, ein paar Tage später zwei Viertel, vorgestern ein Bier. Davor war es ein Monat oder mehr kein Alkohol. Die nächsten Monate trinke ich vielleicht auch keinen. Aber eh egal. Ich vertrage ihn gut, trinke nicht, wenn es mein Bewusstsein trüben würde und fühle mich auch auf der spirituellen Ebene davon in keiner Weise negativ beeinflusst.
Am meisten freuen mich zur Zeit frische Feigen, frische grüne, nicht zu süsse Weintrauben und Wildkräuter wie Spitz- und Breitwegerich, Löwenzahn, Brennessel, Distel, Giersch, Gänseblümchen und ein paar andere.








