Vollkornbrot für Veganer ok? – was ist mit Jod?

Eine Frage in den gestrigen Kommentaren lautete: “Darf man als Veganerin Vollkornbrot essen? … Jod ist ungesund. Ist in Vollkornbrot Jod enthalten?”

Natürlich darf man als Veganerin Brot essen, auch Vollkornbrot. Vorsicht ist jedoch trotzdem geboten. Es gibt auch Brote, denen Butter, Buttermilch, Joghurt oder gar Schmalz zugegeben werden. Wenn das geklärt ist, sind Brote aus Getreide aus der biologischen Landwirtschaft am besten, weil sie weit weniger Spritzmittel, chemische Dünger etc. einsetzt und Tieren weit bessere Lebensräume bietet, als die konventionelle Landwirtschaft. Jod an sich ist nicht schädlich. Die Menge und die Herkunft machen das Gift.

Der natürliche Jodgehalt von Roggen ist unbedenklich, wenn man nicht unter einer Jodallergie oder Schilddrüsenkrankheiten leidet. Sogar mit sehr grossen Mengen natürlichen Jods in Meeresalgen kommt der Körper in der Regel hervorragend klar ohne die Schäden zu riskieren, die durch das chemische und unnatürliche, biologisch nicht in andere Verbindungen eingebundene Jod im Jodsalz massenweise entstehen.

Jodsalz kann auch Broten zugesetzt werden – Vollkornbrote machen da keinen Unterschied.

In der Regel wird es in der Biobranche nicht eingesetzt, ob in den Bioprodukten der Supermärkte weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht, ob Jodsalz deklarierungspflichtig ist. Wer besonders sicher gehen möchte, fragt in seinem Bioladen nach.

Gleichzeitig weise ich gern darauf hin, dass Brot – auch Vollkornbrot – kein ideales Lebensmittel ist. Zum einen verschleimt es das System, dann enthalten viele Getreidearten auch Gluten, mit dem nicht nur Glutenallergiker oft Schwierigkeiten haben. Viele Menschen leiden zudem unter Weizenunverträglichkeit. In vielen Fällen handelt es sich dabei nicht um eine Weizenunverträglichkeit, sondern um eine Chemieunverträglichkeit wenn das Getreide für das Brot aus konventioneller Landwirtschaft kommt. Anders als Dinkel wächst Weizen durch Chemie bestens, was man kräftig nutzt.

Schwerer wiegt sogar noch, dass man Brot ja meist mit anderem zusammen isst. Isst man es zu rohem oder gekochtem Gemüse, zu Gemüsesuppe oder mit Gemüse als Belag, mag es noch gehen. Meist jedoch kommt erst einmal ein Streichfett irgendeiner Art auf’s Brot. Die Kombination zwischen konzentrierten Kohlehydraten und konzentriertem Fett ist immer schwierig. Sie verzögert nicht nur die Verdauung, sondern erschwert sie immens. Zusätzlich ist dies eine Kombination, die die meisten Menschen besonders leicht zunehmen lässt und ausserdem leicht zum häufigen, sehr unbeliebten Sodbrennen führt. Es gibt Körpertypen, die anlagegemäss von dieser Kombination in kurzer Zeit richtiggehend fett werden. Kommt dann noch wie bei Vegetariern Käse dazu, bekommen viele Leute von dieser Kombination noch die feinsten, regelmässigsten und heftigsten Erkältungen, Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen.

Brot steckt voller Energie, bringt so wie es gegessen wird, allerdings auch jegliche Energie zum Erlahmen. Wer Brot gut verträgt, der isst am besten dann und wann ein Vollkorn-Brötchen ohne Belag. Das ist – Verträglichkeit vorausgesetzt – sogar ein hervorragender Imbiss. Besser und besser verträglich als Würste, Hotdogs, Burger, Crepes, Falafel etc. veganer oder nichtveganer Art, sogar als das oft nur erhältliche unreife Obst und Gemüse.

Kombiniert man dagegen Brot mit Obst oder isst beide in ungenügendem Abstand voneinander, erzeugt dies bei vielen heftige Blähungen. Meist sprechen die Leute dann davon, dass sie kein Obst vertragen. Ausserhalb dieser Kombination vertragen sie Obst jedoch gut. Auch hartnäckige Fälle vertragen Brot meist sehr gut. Ein eingeschobener Fastentag oder ein zwei Tage ohne Brot und Obst wird bestens vertragen.

Doch so gut es auch sein mag, Brot ist einer der Faktoren, die mit am stärksten dafür sorgen, dass die wenigsten Menschen auf ihre empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag kommen. Sie essen zuviel Brot, als dass noch genug Obst und Gemüse in den Tag oder die Mahlzeitenfolge hineinpassen.

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Alternativen zu Deos, Shampoo und Duschgel

Gestern wurde ich nach entsprechenden Alternativen gefragt. Hier meine Antwort:

Alternativen zu Deos sind Kokosöl, rohe Cremes der Firma Raw Gaia oder Backsoda (Natriumbikarbonat, Kaiser Natron – kein Waschsoda!). Ich preferiere Kokosöl oder auch rohe Cremes der Firma Raw Gaia (z.B. im Veganz oder bei www.mondfalter.ch). Sie alle sind nicht als Deos gedacht, erfüllen den Zweck jedoch sehr gut. Wenn trotzdem noch Achselgeruch wahrnehmbar ist, kann das z.B. an starken Gewürzen wie z.B. Kurkuma (Turmeric) liegen. Bikarbonat ist am besten etwas anzufeuchten bzw. auf die feuchte Haut aufzutragen.

Statt Shampoo empfehle ich gerne das auch im Ayurveda verwendete Shikakai (auch im Veganz oder bei www.mondfalter.ch erhältlich), das als rötliches Pflanzenpulver erhältlich ist. Ob es für blonde Haare geeignet ist, weiss ich nicht. Im Zweifel sollte es vor dem Haareschneiden an wegzuschneidendem Haar ausprobiert werden.

Wer Duschgel ersetzen möchte,kann gut rohe Seifen von Raw Gaia (Veganz oder Mondfalter) bzw. reines Wasser und eine Bürste bzw. einen peelenden Lappen bzw. ein peelendes Handtuch (beide z.B. bei Manufactum zu bekommen) benutzen.

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Leidreduzierung und Glücksoptimierung als einfachere und natürlichere Lebensweise – wider den egoistschen Spitzfindigkeiten

Hier eine leicht abgewandelte Antwort auf einen Kommentar von gestern:

Natürlich weiss jeder, dass Getreideproduktion und Insektizideinsatz das Leben unzähliger Tiere kosten. Jeder weiss ebenso, dass es ihm unmöglich ist, zu leben ohne das Leid anderer Lebewesen – Pflanzen eingeschlossen – in Kauf nehmen zu müssen. Alles andere wäre Augenauswischerei.

Es kann deshalb nur darum gehen, das Leiden anderer Lebewesen so weit wie möglich zu verringern. Dies ist jedoch ein wichtiger und einfach zu leistender Schritt. Er würde das meiste Leid auf der Welt verhindern und den Planeten in eine ganz andere, sehr viel glücklichere Schwingung versetzen.

Tiere in der “Tierproduktion” fressen ungleich mehr Getreide und andere Pflanzen als nötig ist, wenn man den direkten Weg der Ernährung über ausschliesslich vegane Lebensmittel wählt. Weitere Bewusstmachungen sind einfach und nur einmal zu machen nötig, um unendlich vielen Tieren Leid zu ersparen.

Wer jedoch bewusst die Quälerei in Kauf nimmt, die Tieren in der “Tierproduktion” angetan werden, macht sich völlig ohne jede Notwendigkeit eines perfiden Verbrechens schuldig.

Noch dazu ist ein solches verbrecherisches Vorgehen dazu geeignet, unzähligen Lebewesen zu suggerieren, dass ein Leben im Leiden für andere Lebewesen notwendig und natur- oder gottgegeben ist. Das ist ein weiteres Verbrechen an den Lebewesen und an der Menschheit. Verhindert es doch täglich auf allen Ebenen, leicht vermeidbares Leiden von allen abzuwenden und ein optimales, leidfreies und glückliches Leben aller zu verhindern.

Die so glücklich gefundene Spitzfindigkeit führt sich also bei weiterer Betrachtung selbst ad absurdum und zeigt einmal wieder, dass ein Denken und Fühlen, das von vornherein Leidreduzierung und Glücksoptimierung für alle die einfachere und natürlichere Lebensweise ist.

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Wirkungen und Anwendungen von Kokosöl

Kokosöl 500 ml

Bei weitem das anwendungsreichste Kokosprodukt ist Kokosöl. Man kann es innerlich und äusserlich verwenden.

Äusserliche Anwendung/Kosmetik:

Die wunderbaren Eigenschaften des Kokosöls machen es zu einem idealen Universalmittel für den Schutz und die Pflege von Haut, Haar und Seele. Kokosöl wirkt durch seinen hohen Gehalt an Laurinsäure (insbesondere das Kokosöl und die Kokosprodukte von Dr. Goerg, die durch Sortenwahl, rigide Qualitätsauswahl, den höchsten Standard schnellster Verarbeitung (innerhalb von drei Tagen nach der Ernte) und Wahl der bestmöglichen Technologie den höchsten Anteil aller als Premium-Kokosöle gehandelten Kokosöle hat: 59,4 % statt normal 41 bis 46 %, was einem effektiven Preisvorteil von 29 bis 44 % für diejenigen entspricht, denen es um die Wirkungen der Laurinsäure geht). Laurinsäure wirkt gegen innere und äussere Parasiten, Pilze, Bakterien und Viren.
Zudem verwöhnt Kokosöl natürlich diejenigen, die es mögen mit dem einem wunderbar nach Urlaub, Sonne, Sommer und Meer duftenden Wohlgeruch, der allein schon stimmungsaufhellend wirkt.

Für mich ist Kokosöl so gut wie die einzige Kosmetik, die ich verwende. Manchmal benutze ich alternativ Produkte wie Zahnpasta (aus verseiftem Kokosöl), eine Creme von Raw Gaia und zusätzlich natürlich Seife (auch von Raw Gaia – alle Raw Gaia-Produkte sind bei www.mondfalter.ch und im Veganz in Berlin erhältlich) und Shampoo (Shikakai von Raw Gaia oder alternativ ein ayurvedisches Shampoo der Sidhu Spezialkosmetik GmbH – das beste daran: es hält ewig, weil es ausserordentlich sparsam ist).

So verwendet, wie es ist, ist Kokosöl eine wunderbare Bodylotion, die sehr gut einzieht und auch aus Textilien leicht wieder zu entfernen ist. Sie verharzt und riecht nicht in der Kleidung. Menschen mit Neurodermitis, Schuppenflechte oder ganz einfachen Hautproblemen empfinden Kokosöl meist als Riesenerleichterung.

Auch als natürliches Sonnenöl oder After-Sun-Lotion ist Kokosöl hervorragend zu verwenden. Ebenso als Kosmetik- und Massage-Basisöl.

Kokosöl ist auch allgemein eine sehr angenehme Creme (die jedoch einen Film auf den Händen hinterlässt, Vorsicht also bei fettfleckempfindlichen Materialien).

Durch die bakterienwidrigen Eigenschaften des Kokosöls ist es auch sehr gut als Deo zu benutzen, das noch dazu meist keine, zumindest aber weniger Flecken auf der Kleidung hinterlässt als gewöhnliche Deos.

Auch als Haarkur ist Kokosöl wunderbar geeignet. Die wunderschönen, dichten und gesunden Haare der Frauen aus den Gebieten der Welt, in denen Kokospalmen wachsen und ihre Produkte sowohl gegessen als auch äusserlich für die Haarpflege verwendet werden, sind legendär. Für eine Haarkur einfach zwei bis drei Stunden im Haar, zumindest aber in den Haarspitzen einwirken lassen und danach mit einem Shampoo auswaschen.

Selbst als Zahnputz und als Mittel für das Ölziehen ist Kokosöl sehr gut geeignet. Für das Ölziehen nimmt man eine handhabbare Menge (ca. ein Esslöffelvoll) in den Mund und schiebt es für mindestens 5 Minuten heftig durch die Zähne und gurgelt auch damit. Das Öl geht dabei durch eine Phase, in der es ganz zäh wird, um danach ganz flüssig zu werden. Bitte darauf achten, kein Öl zu verschlucken, das Öl im Anschluss ausspucken und Zähne, Mund und Zunge mit einer Zahnpasta putzen. Dieses Verfahren kommt aus verschiedenen Volksmedizinen und soll haufenweise Krankheiten und aus dem Gleichgewicht geratene Mikroben aus dem Körper entfernen. Normalerweise werden die Zähne bei der Verwendung von Kokosöl auch nach Monaten ein- bis zweimal täglich durchgeführter Anwendungen nicht empfindlich – sehr im Gegensatz zur Durchführung mit Sonnenblumenöl.

Essen/ innere Anwendung:

Kokosöl kann man ganz wunderbar kalt oder heiss verwenden. Natürlich schwört ein Rohköstler, wenn er denn isolierte Öle benutzt, auf sein rohes Kokosöl, das auch roh bleibt und so all seine positiven Eigenschaften behält. Die Verwendung über 42° hinaus zerstört die hitzesensiblen Stoffe des Kokosöls.

Wer nicht Rohköstler ist, der kann es jedoch auch bestens zum Braten und Frittieren nutzen, weil es von allen Ölen am wenigsten Schaden nimmt – besteht es doch fast vollständig aus gesättigten Fettsäuren. Über den Nutzen des Kokosöls habe ich schon im Artikel Kokosöl und die Regulation der Cholesterinbildung geschrieben. Reinigt man das Öl nach dem Braten oder Frittieren mit einem Feinstfiter von den Resten der gebratenen oder frittierten Lebensmittel, kann man es noch lange verwenden. Die Gefahr beim Braten, Backen und Frittieren besteht ausser der Verwendung ungeeigneter Öle auch in der Entstehung von Acrylamid, weshalb nur eine der beiden Gefahren durch die Verwendung von Kokosöl gebannt werden kann.

Generell hält sich Kokosöl auch ausserhalb des Kühlschranks wenigstens geöffnet ein halbes bis dreiviertel Jahr. Das beruhigt immer wieder neue Kunden, entfaltet es doch vor allem bei konstanter, längerfristiger Anwendung seinen Nutzen und sind doch vor allem grössere Gläser im Verhältnis preisgünstiger als kleinere.

In der rohen Verwendung ist besonders die alleinige Verwendung eines Löffels voll Kokosöl zu erwähnen. Kokosöl hält eh den Stoffwechsel aktiv und den Stoffumsatz hoch. Man kann damit also leichter abnehmen als ohne Kokosöl. Selbstverständlich hängt das auch vom sonstigen Essen, vom Bewegungsumfang am Tage und von einigen anderen Faktoren ab. Ein Löffel Kokosöl (bis 1 Esslöffel) am Morgen schafft hier schon eine gute Grundlage. Kurz erwähnt sei hier noch, dass die ungesättigten Öle den Stoffwechsel verlangsamen und den Stoffumsatz verringern, dem Abnehmen also eher im Wege stehen.

Generell empfehle ich, Öl am besten allein zu essen. Als Brotaufstrich sehe ich es deshalb so wenig günstig an wie jedes andere Fett. Es ist jedoch ein guter Butter- und noch mehr ein besserer Margarineersatz. Für Butter deshalb, weil es ähnlich reinem Butterfett wie auch im Ayurveda beschrieben alle möglichen Vorgänge im Körper zum Fliessen bringt, während Butter die Reinigungsvorgänge des Körpers stoppt bzw. behindert. Auf ein Pickelchen aufgetragen, ist ein Beweis dafür schnell erbracht. Mit Butter vergrössert er sich, mit Butterfett oder Kokosöl verschwindet er schneller als ohne Behandlung. Fette und Kohlenhydrate machen sich nie besonders gut zusammen. Sie verlängern den Verdauungsvorgang und führen eher dazu, dass Fett im Körper abgelagert wird. Die Gefahr ist bei Kokosöl etwas geringer, weil seine mittelkettigen Fettsäuren schnell vom Körper zur Energiegewinnung genutzt werden und nicht so sehr zum Anlagern tendieren. Trotzdem würde ich keinesfalls zur Kokosölbroten als Lieblingsnahrung raten.

Gern machen auch Kinder und so manche Gesundheitsmuffel unter den Männern es für sich zur Routine, morgens vor dem Verlassen der Wohnung, nach dem Nachhausekommen am Nachmittag oder Abend oder immer wenn sie müde oder erschöpft sind, einen Tee- bis Esslöffelvoll Kokosöl zu essen, um sofort die Lebensgeister zu wecken. Eine hervorragende Methode. Schon, weil Kokosöl auf diese Weise so schnell wie Traubenzucker Energie für Körper und Geist gibt. Noch eine Nase voll vom Kokosölduft geschnuppert, und Frieden zieht ein ins Gemüt, wird der Duft von Kokos von den meisten doch mit Sonne, Sommer, Urlaub und Meer assoziiert. Kurze Zeit später kann man schon viel souveräner und zielsicherer entscheiden, mit welchem Essen es weitergehen soll, ohne in die Gefahr zu kommen, die Geschmacksschaukel anzuwerfen und bis zum Abend nicht mit dem Essen aufzuhören.

Die Verwendung von Kokosöl für Torten funktioniert für Rohkost- wie auch gebackene Torten gleichermassen gut. Man kann auch Kokosmus stattdessen verwenden. Beide haben eine unterschiedliche Süsse. Kokosmus enthält zusätzlich zum Öl ja auch Eiweiss, Kohlehydrate und Mineralien etc. Dass beide ab 24° fest weden, lässt auch Böden und Cremes fest werden. Diese thermische Eigenschaft macht die Verwendung als Öl im klassischen Sinn allerdings meist unmöglich.

Wer gerne kocht und Kokosöl dabei oder danach verwenden mag, kann das gut tun. Natürlich verändert das den Geschmack um einiges. Meist auf sehr erfreuliche und bereichernde Art und Weise!

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Anwendung von Kokosprodukten

Kokosöl 500 ml

Die Kokosnuss steckt voller Möglichkeiten. Doch auch wenn Kokosmakronen, Bounty, Kokosberge mit Schokoüberzug und Thaigerichte mit Kokosmilch sehr bekannt und beliebt sind, so sind weder die gesundheitlich unterstützenden Wirkungen noch Anwendungsmöglichkeiten reiner Kokosprodukte hinreichend bekannt. Zum Thema der Anwendung von Kokosöl gibt es einen Extra-Artikel.

Kokosmus: Kokosmus wird von unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich hergestellt. Bei Dr. Goerg ist es roh und besteht es aus dem ganzen gemusten Fruchtfleisch der Kokosnuss, etwas Kokosmilch und Kokosöl. Kokosmus gibt man zum Beispiel zu fast fertigem Gemüse in die Wok oder gibt es zu gekochtem oder gedämpften Gemüse dazu. Rohköstler benutzen es gern für Tortencremes oder -teige. Viele essen auch gern einfach einen Esslöffelvoll, um sich schnell mit neuer Energie zu versorgen, wenn sie etwas müde sind. Genau wie beim Kokosöl sorgt das für einen schnellen Energieschub.

Kokosraspeln: Kokosraspeln enthalten alles, was das feste Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss enthält. 66 Prozent Kokosöl, dann Eiweisse, Kohlenhydrate, Mineralien, Vitamine, etc. Man kann sie ins Müsli geben oder damit Müsliriegel herstellen, kann sie als Deko für Torten verwenden, sie in rohen oder zu backenden Kuchen, Torten und Keksen verarbeiten, kann sie über Salate, Gemüse (roh oder wie auch immer zubereitet) streuen oder sie erst trocken in einer Pfanne anrösten und sie dann über indische oder indonesische Reisgerichte geben.

Kokosmehl: Kokosmehl ist wunderbar zum Herstellen von Rohkosttorten oder als Müslizutat, zum Backen, zum Andicken von Sossen geeignet. Bei der Zubereitung von Rohkosttorten gibt man einfach etwas Mehl in den zuzubereitenden Teig bzw. in Cremes. Einfach nach Lust und Laune dazugeben. Es eignet sich auch wunderbar um etwas Festes zu haben, mit dem man zu feuchten Teigen oder Cremes die gewünschte Festigkeit zu geben. Zu Müslis gibt man nur wenige Teelöffel voll dazu. Beim Backen ersetzt man etwa ein Drittel des zu verwendenden Mehls durch Kokosmehl. Das rohe Kokosmehl von Dr. Goerg enthält 20 Prozent Eiweiss und 40 Prozent Ballaststoffe.

Gereifte Kokosnuss (in brauner Schale): Bitte unbeschädigte Kokosnüsse nehmen bzw. testen, ob das enthaltene Kokoswasser süss und damit in Ordnung ist. Gut geeignet zum Trinken und zum Raspeln des festen Fruchtfleisches zu Kokosraspeln.

Frische junge Kokosnuss (ganz und grün bzw. für den Transport als weisser behauener Zylinder mit Spitze) bzw: Ihr Kokoswasser ist ein hervorragender Elektrolytspender, ausserdem voller natürlich vorkommender Vitamine und Enzyme. Ihr Fruchtfleisch ist noch etwas herb. Es kann hervorragend roh oder in salzigen Gerichten gekocht gegessen werden. Keine Angst vor der Zugabe an nicht-asiatische Gerichte. Was da erst etwas fremd erscheint, kann ganz hervorragend schmecken und das Geschmackserlebnis und den Geschmackshorizont erheblich erweitern.

Kokoswasser: Im Handel erhältliches Kokoswasser ist immer noch voller Elektrolyte, dabei aber mindestens pasteurisiert.

Kokosnektar: Kokosnektar ist ein Süssungsmittel, das aus dem Saft der Kokosblüten gewonnen wird. Es entsteht nach verschiedenen Verfahren bei ca. 60 °C. Entgegen anders lautender Behauptungen gibt es keinen rohen Kokosnektar. Kokosnektar kann generell zum Süssen eingesetzt werden. Sehr gut eignet er sich für Obstalate. Auch für Vinaigrettes mit einer leicht süsslich-säuerlichen Note ist er hervorragend geeignet. Kokosnektar ist die flüssige Vorstufe von Kokoszucker, der dann fest ist und die leicht säuerliche Note dann verloren hat. Er hat einen sehr niedrigen glykämischen Index.

Kokoszucker: Kokoszucker entsteht nach dem Kochen des Kokosnektars. Auch ihn gibt es also nicht roh. Sein glykämischer Index von 35 lässt den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen (ein Apfel hat 38, üblicher Zucker 70, Fruchtzucker sogar 100). Kokoszucker ist wie anderer Zucker zu verwenden. Er bringt eine sehr angenehme karamellige Note mit. Er ist ähnlich braun wie ein Vollrohrzucker, besitzt jedoch nicht so harte Kristalle.

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